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Universität Zürich
Wissen und ärztliche Empfehlung prägen HPV-Impfbereitschaft
Eine aktuelle Studie des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Präventionsmedizin der Universität Zürich zeigt: Rund jede vierte erwachsene Person in der Schweiz ist gegen das humane Papillomavirus (HPV) geimpft. Entscheidend sind dabei neben Alter und Geschlecht vor allem Wissen, Einstellungen sowie ärztliche Empfehlungen. Die landesweite Befragung mit überprüften Impfdaten zeigt folgendes Bild: Von den rund 3850 befragten Erwachsenen im Alter von 18–45 Jahren haben gut 27% mindestens eine Impfdosis erhalten. Während bei den 18- bis 26-Jährigen knapp 59% geimpft sind, liegt die Quote bei den 27- bis 45-Jährigen nur bei rund 16%. Auch zwischen den Geschlechtern zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Knapp 43% der Frauen sind geimpft, aber nur rund 12% der Männer.
(Foto: pexels/N. Voitkevich)
Auch das Wissen beeinflusst das Impfverhalten: In der gut
informierten Gruppe sind rund 41% geimpft, in der skepti-
schen Gruppe sinkt die Quote auf knapp 14%, und in der
Gruppe mit wenig Wissen sind es sogar nur noch 8%.
Viele Geimpfte nannten die ärztliche Empfehlung als aus-
schlaggebend für ihre Entscheidung. In der gut informier-
ten Gruppe würden rund 60% der ungeimpften Personen
eine Impfung noch in Betracht ziehen. Selbst in der Gruppe
mit wenig Wissen ist etwa jede zweite Person offen dafür.
Die Ergebnisse legten nahe, dass gezielte Information und
persönliche Ansprache entscheidend seien, so die Erstau-
torin. Besonders Gespräche im medizinischen Alltag böten
eine wichtige Gelegenheit, offene Fragen zu klären und Ver-
trauen zu schaffen.
vh
Quelle: Kyra Zens et al.: Knowledge, Attitudes, and Behaviors Toward Human Papillomavirus Vaccination Among Adults in Switzerland. JAMA Netw Open. 2026;9(3):e262780. doi:10.1001/jamanetworkopen.2026.2780
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