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Wenn die biologische Uhr vorgeht
Stress und Übergewicht beschleunigen Pubertät
Seit Jahrzehnten ist zu beobachten, dass Mädchen immer früher in die Pubertät kommen. Während viele auf die Ernährung oder die Umwelt verwiesen haben, hebt eine neue Studie der Columbia University eine Faktoren-Trias hervor: hoher Stress, Hormone und hoher Body-Mass-Index (BMI). Sie zeigt, dass sich die biologische Uhr beschleunigen kann, wenn diese drei Faktoren zusammenkommen.
Foto: pexels/shvetsa
Die analysierten Daten stammen von 327 ausgewählten
Mädchen aus der LEGACY Girls Study, die Mädchen im Alter
von 6–13 Jahren in den USA und Kanada während sechs
Jahren begleitete und alle sechs Monate untersuchte. Die
selektionierten Mädchen hatten vor Beginn und während
der Pubertät Urinproben abgegeben. Zusätzlich wurden
Grösse und Gewicht gemessen sowie Stress anhand eines
von den Eltern ausgefüllten Fragebogens zur Erfassung des
kindlichen Stressniveaus erhoben.
Das Ergebnis zeigt, dass Mädchen mit hohen Stresshor-
monspiegeln und einem höheren BMI im Durchschnitt sieben
Monate früher in die Pubertät eintraten als Mädchen mit
niedrigen Hormonspiegeln. Dabei waren Glukokortikoide,
Progesteron und Androgene die eigentlichen Treiber für eine
frühe Brustentwicklung bei Mädchen. Diese Hormone stan-
den auch in engem Zusammenhang mit einer früheren und
längeren Pubertät und mit einem höheren Brustkrebsrisiko.
Ein Anstieg des Östrogenspiegels war dagegen eher mit
einem verzögerten als mit einem früheren Einsetzen der
Pubertät verbunden.
Massnahmen zur Stressreduktion und eine Umstellung
auf einen gesunden Lebensstil könnten dazu beitragen, die
frühe Pubertät zu verzögern und die langfristigen Gesund-
heitsergebnisse zu verbessern, so die Schlussfolgerung der
Autoren.
vh
Quelle: Houghton LC et al.: Steroids, stress, and body mass index interact to accelerate female pubertal development. J Clin Endocrinol Metab. Published online April 7, 2026. doi:10.1210/clinem/dgag086
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