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JOURNAL CLUB
Grippeimpfung senkt Gesamt- und kardiovaskuläre Mortalität drastisch
Eine Influenza-Infektion erhöht das kardiovaskuläre Risiko bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit (IHD) oder Herzinsuffizienz (HF). Eine aktualisierte Metaanalyse bewertete den kardiovaskulären Nutzen der Grippeimpfung in diesen Populationen. Dabei wurden zwei sich ergänzende Ansätze verwendet: eine Metaanalyse auf Basis individueller Patientendaten für den primären Endpunkt, rekonstruiert aus veröffentlichten Kaplan-Meier-Kurven, und konventionelle Metaanalysen auf Studienebene mit Random-EffektModell für alle Endpunkte. Dazu wurden Daten von 1 137 377 Personen aus 23 Studien ausgewertet. Die Analyse zeigte, dass die Grippeimpfung die Gesamtmortalität um 28% und die kardiovaskuläre Mortalität um 23% signifikant reduzierte. Geimpfte Patienten wiesen zudem ein um 19% geringeres Risiko für einen Myokardinfarkt auf.
Rekonstruierte Einzeldaten (n = 22 443) zeigten eine Senkung der Mortalität um 38%, wobei der grösste Nutzen in den ersten vier Monaten nach der Impfung zu verzeichnen war. Die Effekte waren unabhängig von Alter, Erkrankungsart, Studiendesign und Nachbeobachtungsdauer konsistent. Insgesamt sprechen die Ergebnisse für eine jährliche Grippeimpfung als wirksame Sekundärpräventionsstrategie bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder Herzinsuffizienz. vh
Quelle: Hosseini K et al.: Mortality and Morbidity Benefit After Influenza Vaccination in High Cardiovascular Risk Population: a Systematic Review and Meta-analysis. Am J Cardiol. 2026 Apr 6:S0002-9149(26)00177-3. doi: 10.1016/j.amjcard.2026.03.040
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