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Erdnüsse und Eier während der Schwangerschaft
Kein Nutzen fürs Kind
Immunreaktionen, die zu einer Nahrungsmittelallergie führen, können sich bereits früh im Leben entwickeln, möglicherweise noch vor der Einführung fester Nahrung. Ob eine Exposition gegenüber Nahrungsmittelallergenen im Mutterleib und über die Muttermilch als Strategie zur Vorbeugung von Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen nützlich ist, war Fragestellung einer multizentrischen, randomisierten Studie. Daran nahmen 2137 schwangere Frauen teil, deren ungeborenes Kind mindestens zwei leibliche Familienmitglieder hatte, bei denen eine allergische Erkrankung diagnostiziert worden war. Die Teilnehmerinnen erhielten ab 23. Schwangerschaftswoche bis 4 Monate nach der Geburt während der Stillzeit entweder eine Ernährung mit hohem Ei- und Erdnussanteil (> 6 Eier und > 60 Erdnüsse pro Woche) oder eine Standardernährung (Kont-
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(Foto: unsplash/Ashes Sitoula)
rollgruppe) mit höchstens 3 Eiern und 30 Erdnüssen pro
Woche zwischen 23. Schwangerschaftswoche und 4 Mo-
nate nach der Geburt während der Stillzeit. Als primärer
Endpunkt war eine IgE-vermittelte Ei- oder Erdnussallergie
beim Säugling im Alter von 1 Jahr definiert.
Das Ergebnis zeigte keinen signifikanten Unterschied im
Anteil der Säuglinge mit einer IgE-vermittelten Ei- oder
Erdnussallergie zwischen der Gruppe mit hoher Ei- und
Erdnusszufuhr der Mutter (7,8%) und der Standarddiät-
Gruppe (8,4%). Die Nebenwirkungsraten waren in beiden
Gruppen ähnlich.
Diese Ergebnisse passten zu den bestehenden Erkennt-
nissen einer Metaanalyse aus dem Jahr 2018, die ergab,
dass der Verzicht der Mutter auf bestimmte Lebensmittel
allergische Erkrankungen nicht reduzierte, sowie zu frühe-
ren Studien, die zeigten, dass der Verzehr von Eiern durch
die Mutter den Ovalbumin-Gehalt in der Muttermilch er-
höht, ohne die Ergebnisse beim Säugling zu verändern, wie
die Erstautorin anführte.
vh
Quelle: Palmer DJ et al.: Trial of a Maternal Diet Rich in Eggs and Peanuts to Reduce Infant Allergy. N Engl J Med. 2026;395(11):1090-1099. doi:10.1056/NEJMoa2605659
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