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Vermeidbares Risiko
Rauchen schädigt die Augen – stärker als viele denken
Rauchen gehört zu den grössten vermeidbaren Gefahren für die Augengesundheit, warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft. So sind bis zu 20% aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr auf das Rauchen zurückzuführen. Studien zeigen zudem, dass Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration (AMD), Grünen Star und Gefässverschlüsse erhöht. Auch Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchten, entwickeln häufiger Augenfehlbildungen und Sehstörungen. Die gute Nachricht: Ein Rauchstopp reduziert das Risiko sofort und nachhaltig.
Besonders deutlich sind die Auswirkungen bei der AMD: Rauchen verdoppelt bis verdreifacht das Erkrankungsrisiko, auch treten erste Krankheitsanzeichen bis zu zehn Jahre früher auf.
Rauchen verdoppelt darüber hinaus das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken. Fortgesetzter Zigarettenkonsum beschleunigt zudem den Verlust von Nervenfasern und damit das Fortschreiten der Erkrankung. Ein Rauchstopp bringt dagegen positive Effekte. Ehemalige Raucher liegen mit ihrem Glaukomrisiko nur noch etwa 25% über dem von Nichtrauchern.
Um ein Vielfaches steigert Rauchen das Risiko für eine endokrine Orbitopathie. Auch das weit verbreitete trockene Auge wird durch Tabakrauch begünstigt. Rauchen in der Schwangerschaft hat ebenfalls Folgen für die Augen der nächsten Generation. Raucht die werdende Mutter, sind beim Ungeborenen die Risiken für spätere Fehlbildungen des Auges und für Sehfehler wie Kurzsichtigkeit oder Schielen erhöht. Nach Datenlage müssen Kinder rauchender Mütter zudem häufiger wegen Augenproblemen ins Spital. vh
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V. (DOG) vom 20.4.2026 Zur Originalpublikation: Barth T et al.: Rauchen und Augenerkrankungen. Ophthalmologie. 2025;122(9):753-762. doi:10.1007/s00347-025-02299-3
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