Ist Prävention möglich? Altersbedingte Störung der Immunfunktion
Mit fortschreitendem Lebensalter nimmt die Immunfunktion immer stärker ab. Gleichzeitig lässt sich oft auch eine Low-Grade-Entzündung beobachten, ebenso eine Dysbiose des Mikrobioms.
Mit fortschreitendem Lebensalter nimmt die Immunfunktion immer stärker ab. Gleichzeitig lässt sich oft auch eine Low-Grade-Entzündung beobachten, ebenso eine Dysbiose des Mikrobioms.
Hypertensive Komplikationen in der Schwangerschaft, Gestationsdiabetes, Small-for-Gestational-Age (SGA) und Frühgeburtlichkeit sind nicht nur geburtsmedizinische Risiken. Neuere Studien weisen einen Zusammenhang mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko im späteren Leben hin. Jetzt zeigte eine niederländische Studie, dass schon betroffene Frauen vor dem 50. Lebensjahr gefährdet sind.
PrePaC: Prevention of Pain Chronification
Chronische Schmerzen gehen unabhängig von der Entstehungsursache mit Veränderungen im zentralen Nervensystem einher, die den Charakter einer eigenständigen Erkrankung aufweisen. Das biopsychosoziale Schmerzmodell bildet die Grundlage für Behandlung und Prävention dieser Erkrankung. Das Projekt PrePaC – Prevention of Pain Chronification – entwickelt Massnahmen zur Prävention chronischer Schmerzen.
2021 wurde von der European Society of Cardiology die neue Version der Guidelines zur Prävention (1) von kardiovaskulären Erkrankungen in der klinischen Praxis vorgestellt. Mitverfasser war Prof. François Mach vom Universitätsspital Genf. Die Verfasser haben sich das Ziel gesetzt, eine Guideline zu entwickeln, die in praxi für die Grundversorgung wie auch für die Spitäler nutzbar ist. Sie soll die Grundlage für die gemeinsame Entscheidungsfindung von Arzt und Patient bei der Wahl der präventiven Massnahmen bilden, basierend auf den Patientencharakteristika. Eckpfeiler sind der Rat zu einem gesunden Lebensstil und die aggressive Behandlung von atherosklerotischen Risikofaktoren. Als Argumentationshilfe steht zusätzlich eine Tabelle zum Lebenszeitnutzen von bestimmten Massnahmen zur Verfügung. Im Folgenden sind Klasse-I-Empfehlungen der Guideline zusammengefasst.
Eine Krebserkrankung ist nicht nur Zufall oder Pech (1). Migrationsstudien zeigen, dass sich das Krebsrisiko innerhalb einer Generation ändern kann, abhängig davon, wie sich die Lebensumstände im Auswanderungsland im Vergleich zum Ursprungland unterscheiden (2). Der folgende Beitrag beleuchtet den Einfluss der Ernährung auf das Krebsrisiko.
Welche Rolle spielt Diabetes als Risikofaktor für den Morbus Parkinson?
Wenn wir Diabetespatienten über die Gefahren des hohen Blutzuckers aufklären, kommen Komplikationen wie die diabetische Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie zur Sprache. Gemäss verschiedenen epidemiologischen Studien besteht aber auch ein erhöhtes Parkinsonrisiko! Das soll hier näher erläutert werden.
Acetylsalicylsäure (ASS) ist seit Jahrzehnten auch wegen seiner antithrombotischen Eigenschaften etabliert – weltweit nehmen mehrere Millionen Menschen den Wirkstoff über Jahre täglich zur Langzeitprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein. Der breite Einsatz wird von Wissenschaftlern allerdings zunehmend kritisch gesehen. Eine aktuelle Studie weist nun darauf hin, dass die regelmässige Einnahme von ASS das Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz erhöhen könnte.
Patienten, die an einer Demenz erkranken, sehen sich einem fortschreitenden Verlust des Gedächtnisses, der kognitiven Fähigkeiten und ihrer Alltagsselbstständigkeit ausgesetzt. Sie leiden häufig auch unter psychologischen und Verhaltenssymptomen. Da bisher nur moderat wirksame symptomorientierte Medikamente zur Verfügung stehen, ist der Stellenwert von Demenzprävention, nicht pharmakologischen Massnahmen und einer bedarfsgerechten Betreuung von Patienten und Angehörigen hoch. Es muss besondere Vorsicht bei der psychopharmakologischen Therapie von Menschen mit Demenz geübt werden, und anticholinerge Medikamente sollten gemieden werden. Die kürzliche Zulassung des Antiamyloidantikörpers Aducanumab in den USA könnte einen ersten Schritt hin zu einer zielgerichteten, verlaufsmodifizierenden Therapie der Alzheimer-Demenz darstellen. Gleichzeitig befinden sich zahlreiche krankheitsmodifizierende und symptomorientierte Medikamente in der klinischen Prüfung.
Grüntee gilt aufgrund des hohen Gehalts an Antioxidanzien als gesund und lebensverlängernd. Ein Team an der ETH Zürich fand nun heraus, dass die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe des Grüntees, die Katechine, anders wirken als bis anhin angenommen
Um zukünftige Präventionsstrategien und -interventionen zu planen, ist die Quantifizierung der Verbreitung von systolischen Blutdruckniveaus von grossem Interesse. Eine Studie untersuchte die Beziehungen zwischen systolischen Blutdrücken ab 110 bis 115 mmHg sowie hypertonen Werte ab 140 mmHg und der Last verschiedener Todesursachen in 195 Ländern.