ARS MEDICI 08/2026
Welche Bakterien für den Bauernhof-Effekt sorgen
Inhaltsverzeichnis
menuCH-Kids – die Resultate
Warum sich mit Kinderernährung beschäftigen
Eine gesunde Ernährung trägt zu Wachstum, Entwicklung und Krankheitsprävention bei, indem sie eine ausreichende Zufuhr von Energie und Nährstoffen aus einer vielseitigen Ernährung gewährleistet. Was die Kinder und Jugendlichen wirklich essen und ob ihre Ernährung den schweizerischen Empfehlungen entspricht, wurde in der ersten repräsentativen Erhebung erfasst.
CGM verbessern Blutzuckerkontrolle
PCSK9-Hemmer senkt MACE
54-Monats-Daten von Acoramidis bei kardialer Amyloidose
Reduziertes VTE-Risiko unter Bempedoinsäure
DAPT nur in den ersten 24 Stunden nützlich
Hypertonie senkt Demenzrisiko
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: „Die Adhärenz hängt schon etwas von der Verabreichungsform ab“
Diabetestherapie: Dos and Donts im Therapiegespräch
Eine Diabetestherapie ist nur so gut wie ihre Umsetzung. Mittlerweile stehen durchwegs Medikamente mit kardiovaskulärem Zusatznutzen zur Verfügung. Um den Patienten diesen Zusatznutzen angedeihen lassen zu können, müssen die Therapien von diesen verstanden und ihre Bedenken ausgeräumt werden. Tipps dazu und was man vielleicht besser anders formuliert, gab PD Dr. Stefan Fischli, Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung, Luzerner Kantonsspital, am Ärztekongress Arosa.
Insomnietherapie mit Schlafmitteln: Nur vorsichtig und kurzfristig einsetzen
Bei der Behandlung der Insomnie sind nicht pharmakologische Massnahmen zwar schwieriger umzusetzen, dafür ohne Nebenwirkungen. Mit solchen, darunter auch Auswirkungen auf das Gedächtnis, ist z.B. beim Einsatz von Benzodiazepinen zu rechnen. Andere Schlafmittel scheinen diesbezüglich weniger problematisch, die Datenlage ist jedoch schwach, wie Prof. Dr. Nicolas Schaad, Pharmacie interhospitalière de la Côte, Université de Genève, Faculté de medécine, am Frühjahrskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Lausanne berichtete.
Depression: „Der Hausarzt ist sehr wichtig für die Psychiatrie“
Patienten mit beginnenden Symptomen einer Depression suchen lieber den Hausarzt auf als einen Psychiater. Hausärzte leisten damit einen wichtigen Beitrag in der Früherkennung der Depression. Welche Diagnose und Therapieoptionen durch den Hausarzt abgedeckt werden können und wann eine Überweisung in eine psychiatrische Praxis oder Klinik sinnvoll ist, erklärte Prof. Dr. Erich Seifritz, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, am Ärztekongress in Davos.
Was der Hausarzt wissen muss: Rückenschmerzen aus rheumatologischer Sicht
Dr. Jürg Wick, Leiter Rheumatologie, Kantonsspital Graubünden, referierte am Ärzteforum Davos über die zentrale Herausforderung Rückenschmerzen: Einerseits müssen potenziell gefährliche Ursachen, die ein unmittelbares diagnostisches oder therapeutisches Handeln erfordern, rasch erkannt werden. Andererseits ist eine differenzierte Einordnung der vielen Ursachen notwendig, um eine adäquate Therapie einzuleiten und unnötige diagnostische Massnahmen zu vermeiden. Die rheumatologische Perspektive liefert hierbei wertvolle Hinweise.
Adipositastherapie: Gewichtserhaltung als Langzeitprojekt
Gewicht reduzieren mit pharmakologischer Hilfe kann sehr schnell gehen. Den Gewichtsverlust zu erhalten ist jedoch weitaus schwieriger, da der Körper den physiologischen Set-Point heraufsetzt. Langzeittherapie plus begleitende Massnahmen sind deshalb wichtig, wie PD Dr. Eleonora Seelig, Leiterin Zentrum für Adipositas und Ernährung, Stv. Chefärztin, Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus, Universitätsspital Basel, an der medart Basel erklärte.
Rheumatologie – neue Entwicklungen und Therapieansätze
Medikamente, Devices, künstliche Intelligenz
Um in einem so grossen Gebiet wie der Rheumatologie ein Update zu geben, muss man sich auf wenige Themen konzentrieren. So hat Dr. Diana Dan, Leitende Ärztin der Rheumatologie, CHUV, Lausanne, den Fokus auf wichtige Entwicklungen gelegt und ein Update zur rheumatoiden Arthritis mit Empfehlungen zur Medikation in Schwangerschaft und Stillzeit präsentiert sowie neue therapeutische Ansätze durch bioelektrische Geräte und die ersten Anwendungen der künstlichen Intelligenz aufgezeigt.
Wann möglich, wann problematisch? Fliegen in der Schwangerschaft
Bei unkomplizierten Schwangerschaften besteht auf Flugreisen in den meisten Fällen kein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind. Zu beachten sind ein potenziell erhöhtes Thromboserisiko, die Strahlenbelastung und eine allfällige Infektionsgefahr. Anderseits gibt es auch klare Kontraindikationen für eine Flugreise, wie Dr. Stefan Pump, Facharzt für Allgemeinmedizin, Flug- und Arbeitsmedizin, Frankfurt am Main (D), betonte. Er gab auch Ratschläge, wo die wichtigsten Informationen zu diesen spezifischen Fragen bezogen werden können.
Muskuloskelettale Schmerzen: Schmerzmittel als Mittel zum Zweck einsetzen
In der Behandlung von muskuloskelettalen Schmerzen sei es wichtig, diese nicht als Krankheit, sondern als vorübergehendes Phänomen wahrzunehmen. Weiter sei wichtig, in Bewegung zu bleiben, was mit einer adäquaten Schmerzmedikation gut machbar sei. Opiathaltige Schmerzmittel seien dazu nicht nötig, denn sie wirkten nicht besser als nicht opiathaltige. Diese Botschaften vermittelte die Schmerzexpertin Prof. Dr. Maria Wertli, Direktorin Departement Innere Medizin und Chefärztin Allgemeine Innere Medizin, Kantonsspital Baden, am Frühjahrskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Lausanne.
Anwendung von Arzneipflanzen in der supportiven Onkologie
Schweizerische Jahrestagung für Phytotherapie
Wie kann die Phytotherapie krebsbetroffene Menschen zusätzlich unterstützen? Dies war das Thema der 25. Jahrestagung der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP). Unter anderem gab es Vorträge über die Studienlage bei der Misteltherapie, zur Linderung von Schleimhautproblemen bei Kopf-Hals-Tumoren und zu phytotherapeutischen Optionen bei tumorasssoziierter Fatigue.
Impressum
Medien, Mode, Medizin
In diesem Heft
Medizin
Fortbildung
Journal Club
- CGM verbessern Blutzuckerkontrolle
- PCSK9-Hemmer senkt MACE
- 54-Monats-Daten von Acoramidis bei kardialer Amyloidose
- Reduziertes VTE-Risiko unter Bempedoinsäure
- DAPT nur in den ersten 24 Stunden nützlich
- Hypertonie senkt Demenzrisiko
Interview
Berichte
- Diabetestherapie: Dos and Donts im Therapiegespräch
- Insomnietherapie mit Schlafmitteln: Nur vorsichtig und kurzfristig einsetzen
- Depression: "Der Hausarzt ist sehr wichtig für die Psychiatrie"
- Was der Hausarzt wissen muss: Rückenschmerzen aus rheumatologischer Sicht
- Adipositastherapie: Gewichtserhaltung als Langzeitprojekt
- Rheumatologie – neue Entwicklungen und Therapieansätze
- Wann möglich, wann problematisch? Fliegen in der Schwangerschaft
- Muskuloskelettale Schmerzen: Schmerzmittel als Mittel zum Zweck einsetzen
- Anwendung von Arzneipflanzen in der supportiven Onkologie